Über 2.300 Fans lieben seine Bilder

Mirko Hoffmann erweckt das Alte Eilenburg zu neuem Leben

Mirko Hoffmann mit seinen Lieblingspostkarten.

2.331 Fans (Stand: 23.05.17) sprechen eine deutliche Sprache. Mirko Hoffmann zeigt Eilenburg von einer Seite, wie es viele nicht mehr kennen. Auf seiner Facebookseite „Altes Eilenburg“ veröffentlicht er historische Ansichtskarten und hat damit Erfolg. Nicht nur Eilenburger lieben seine Bilder. Auch Menschen aus aller Welt, die früher einmal in der Kleinstadt lebten oder dort Verwandte haben, zeigen sich begeistert.

Angefangen hat alles mit einem Ebay-Kauf. Mirko Hoffmann, der im wahren Leben als Rettungssanitäter arbeitet, erstand eine Reihe von Postkarten aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg und postete sie. Nach zögerlichen Anfängen kam mehr und mehr Bewegung in seine Seite. Seitdem ist der Eilenburger im Internet auf Jahr- und Wochenmärkten unterwegs um seine Sammlung zu erweitern. Inzwischen verfügt er bereits über mehr als 478 Ansichtskarten mit Stadtansichten – einige davon mit echtem Seltenheitswert. Die Fans wissen das zu schätzen.  Jugendliche fragen bei Mirko Hoffmann sogar an, wenn wieder einmal ein Heimatstadt-Referat ansteht und sie passende Fotos benötigen.

Auch Kommentare zu Neuigkeiten aus der Stadt finden ihren Platz

Aber nicht nur die Historie – auch Kommentare zu Neuigkeiten aus der Stadt haben Platz. „Ich sehe mich als Moderator. Im gesetzlichen Rahmen kann sich jeder auf meiner Facebookseite frei äußern – auch über kritische Themen“, erzählt er. Das „Alte Eilenburg“ liegt ihm trotzdem am meisten am Herzen.  Mit seinen Bildern können Eilenburg-Fans die Stadt erkunden und Spuren längst vergangener Zeiten entdecken. Nicht alles davon ist noch erhalten. „Ich vermisse beispielsweise den alten Brunnen“, erzählt Mirko Hoffmann. Um die Erinnerung daran und auch an andere im Krieg oder danach zerstörte Objekte ein Stück zu bewahren, hat sich der begeisterte Eilenburger ein weiteres Hobby zugelegt: Das Bauen von Miniaturen. Die alte Bahnhofsanlage oder heute abgerissene Stadthäuser aus dem 19. Jahrhundert entstehen gerade unter seinen Händen.“  In diesem Jahr sind sie übrigens auf dem Marktplatz im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins Freigeister zu bestaunen.