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Studenten erforschen Wohnstandort

Student Jannik Lüdecke von der EWV unterstützt die Studie.
Student Jannik Lüdecke von der EWV unterstützt die Studie.

Ob die Maßnahmen der Wohnstandortkampagne "Lieblingsstadt Eilenburg" Erfolg haben, wo das Angebotssegment nachgebessert werden kann und unter welchen Bedingungen sich Leipziger für Eilenburg entscheiden, dass evaluierte Ende 2016 die Studie der Berufsakademie Sachsen. Ca. 30 Studenten der Staatlichen Studienakademie Leipzig waren in Eilenburg und Leipzig unterwegs. Ihr Ziel: Zu erforschen, unter welchen Bedingungen Leipziger sich eine Wohnung in Eilenburg suchen würden und was Eilenburger in ihrer Stadt hält. Geschäftsführerin Birgit Bendix-Bade: „Aktuell werden große Wohnungen für junge Familien verstärkt nachgefragt. Doch wird das so bleiben? Und welche Bedürfnisse gibt es noch? Wir müssen nicht jedem Trend folgen, sondern nur dem der für Eilenburger und Leipziger relevant bei der Wohnungssuche ist“, erklärt sie ihr Engagement für die BA-Studie.

Prof. Dr. Bettina Lange Leiterin des Studiengangs Vermögensmanagement und der Studienrichtung Immobilienwirtschaft

Gymnasiasten als Vertreter der Generation Y

Zum Auftakt trafen die Studenten die Gymnasiasten des Martin- Rinckart-Gymnasiums. Die 12-Klässler stehen für die Generation Y. Ihre Vorstellungen vom Wohnen sind besonders wichtig für die Studie. Sie wurden deshalb nicht nur zu Wohnraumdetails, sondern auch zu Umfeld zu Vorstellungen vom Zusammenleben und vielem mehr befragt.

Megatrends des Wohnens

Neben der persönlichen Einschätzungen geht es bei der Studie aber auch um die großen Megatrends des Wohnens. Prof. Bettina Lange von der Studienrichtung Immobilienmanagement erzählt: „Die Zukunft des Wohnens beeinflusst nicht nur die Digitalisierung. Wer sich künftig – egal ob in Eilenburg oder Leipzig – eine Wohnung sucht, der berücksichtigt auch Faktoren wie Umweltschutz, ein sicheres Umfeld, Mobilität und vieles mehr“. In Zeiten in denen das Leben immer öffentlicher wird, verstärkt sich auch bei jungen Menschen das Bedürfnis nach Privatsphäre. Cocooning heißt der Fachbegriff, der umschreibt, was zukünftig Mieter oder Eigentümer von ihrer Wohnung erwarten und wofür sie bereits sind, zu investieren.

EWV Geschäftsführerin Bendix-Bade (mitte)

Eilenburger Wohnungsbau- und VerwaltungsGmbH unterstützt die Studie

Die rund 30 BA-Studenten sind dabei gleichzeitig Zielgruppe als auch als wissenschaftlich untersuchend unterwegs. Bis Ende des Jahres erarbeiteten sie zu ihrem jeweiligen Projekt eine 20- bis 30 Seiten starke Arbeit, die Einfluss darauf hat, wie Eilenburgs Wohnungsunternehmen künftig ihr Angebot ausbaut. Unterstützt wurde die Studie von der Eilenburger Wohnungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH - EWV. Deren Geschäftsführerin Birgit Bendix-Bade: „Aktuell werden große Wohnungen für junge Familien verstärkt nachgefragt. Doch wird das so bleiben? Und welche Bedürfnisse gibt es noch? Wir müssen nicht jedem Trend folgen, sondern nur dem der für Eilenburger und Leipziger relevant bei der Wohnungssuche ist“, erklärt sie ihr Engagement für die BA-Studie.

Die Studienthemen im Überblick

Studenten der Berufsakademie arbeiteten an der Studie.
Studenten der Berufsakademie arbeiteten an der Studie.

Um die passenden Antworten zu finden, versuchen die Studenten sechs Fragenkomplexe zu klären.

  1. Wie ist die Wohnzufriedenheit in Eilenburg?
  2. Welche Wohnbedürfnisse hat die Generation Y?
  3. Welche Wohnbedürfnisse haben junge Familien?
  4. Welche Wohnbedrürfnisse haben Empty Nester?
  5. Wie bekannt ist Eilenburg in Leipzig?
  6. Welchen Einfluss hat ÖPNV-Netz auf die Nachfrage nach Wohnungen und Grundstücken in Eilenburg?

Eilenburger zieht es ins eigene Haus

Vor interessierten Eilenburgern wurden die Studienergebnisse im Mai präsentiert.

Im Mai 2017 war es dann schließlich soweit. Alle Ergebnisse der Studenten waren ausgewertet und wurden im Rahmen einer Zwischenpräsentation zur Wohnstandortkampagne im Martin-Rinckart-Gymnasium präsentiert. Im Ergebnis zeigte sich ein Bild, dass deutlich für den Standort Eilenburg spricht und gleichzeitig auch aufzeigt, wo die Bewohner der Stadt ihre Defizite sehen. Besonders im Einklang mit ihrer Heimat zeigten sich die Altersgruppen der 15- bis 20-Jährigen und die 41- bis 60-Jährigen. S-Bahn-Verbindung und Bildungsangebote schlugen besonders positiv zu Buche. Im Gegenzug wünschten sich die Eilenburger z.B. ein Kino, eine intensivere Busanbindung an die Dörfer und mehr Kulturveranstaltungen. Gründe für den Wegzug sind das allerdings nicht. Über 80 Prozent der 21- bis 60-Jährigen wollen in Eilenburg bleiben – am liebsten im eigenen Haus. Die Chancen dafür stehen durchaus gut. Denn die Kleinstadt punktet mit deutlich niedrigeren Grundstückspreisen als z.B. die benachbarte Großstadt Leipzig!

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