Aktuelles

Eilenburg knackt die 16.000 Einwohner Marke

Wohnstandortkampagne ist erfolgreich

Eilenburg erreicht 16.000 Einwohner
v. l.: Oberbürgermeister Ralf Scheler, Michael Rücker (W&R Immocom), Claudia Scholeck (Stadtverwaltung), Heiko Leihe (Stadtverwaltung Eilenburg, Fachbereichsleiter Oberbürgermeisterbereich), Dieter Mannel (Schulleiter Martin-Rinckart-Gymnasium)

Eilenburg wächst! Im Mai knackte die Kleinstadt die 16.000-Einwohner-Marke. Erklärtes Ziel war es Ende 2017 die 16.000 Einwohner in Eilenburg als ihren Heimatort zu nennen, nun wurde es bereits im Frühling erreicht. In Erwartung des weiter anhaltenden Trends weist die Stadt jetzt weitere Flächen auf insgesamt vier Hektar für Projektentwickler aus.

Beigetragen zum Wachstum hat die Wohnstandortkampagne „Lieblingsstadt Eilenburg – das Beste an Leipzig“. Seit dem Kick Off im August vergangenen Jahres fördert sie breitenwirksam die Bekanntheit und das Image von Eilenburg über Veranstaltungen, Werbemittel, Aktionen und eine eigene Facebook-Seite. Begleitet wurde die Kampagne von einer Studie der Berufsakademie Sachsen - Staatlichen Studienakademie Leipzig, die sich mit den nutzerspezifischen Anforderungen der Wohnwünsche von Eilenburgern und Leipzigern beschäftigte.

„Das Bevölkerungswachstum bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt müssen wir gemeinsam und parallel zum Ausbau der Infrastruktur die 20.000-Einwohner-Marke erreichen.“, sagt Oberbürgermeister Ralf Scheler anlässlich der ersten Zwischenpräsentation im Martin-Rinckart-Gymnasium am 9. Mai vor Kampagnenpartnern, Immobilienakteuren, Stadträten, interessierten Eilenburgern sowie Gymnasiasten.

16.000ste Eilenburgerin gründet Praxis

OB Scheler begrüßt Cindy Gärditz (rechts) als 16.000ste Einwohnerin Eilenburgs.

Cindy Gärditz ist die 16.000 Einwohnerin von Eilenburg! Die junge Ergotherapeutin zog im April/Mai von Delitzsch nach Eilenburg und gründete dort mit einer Freundin eine eigene Praxis. "Als ich aus der Zeitung erfuhr, dass Eilenburg 16.000 Einwohner hat, dachte ich mal sehen, ob ich das vielleicht sogar bin", erzählt sie. Als sie die Nachricht aus der Stadtverwaltung erreichte, war die Überraschung dennoch groß. Oberbürgermeister Ralf Scheler lud die Neueilenburgerin mit Freundin und Praxispartnerin Annett Eiteljörge am 22. Mai zu sich ins Rathaus ein, um ihr ein kleines Begrüßungsgeschenk zu überreichen. Neben Souvenirs aus Eilenburg und Informationen über ihre neue Heimat, war auch eine 10er-Karte für den Schwimmbadbesuch enthalten. "Genau richtig", freut sich Cindy Gärditz, deren Tochter gerade das Schwimmen lernt. Auch wenn die gebürtige Brandenburgerin mit ihrer Familie erst seit kurzem in unserer Lieblingsstadt wohnt, fühlt sie sich bereits gut aufgenommen. Die Kleine fand rasch einen Kita-Platz und auch dem Schulstart im August steht nichts im Wege. "Wir fühlen uns hier wohl. Besonders der Tiergarten mit seinem Spielplatz besuchen wir oft", erzählt sie.

Früher war sie beruflich viel unterwegs, hat am Rhein, in Bayern und schließlich in Delitzsch gearbeitet. In Eilenburg aber fühle sich die Ergotherapeutin endlich angekommen. Dabei stand die Kleinstadt als Lebensziel nicht von vornherein fest. Nach dem Entschluss für die Selbstständigkeit suchten die beiden Frauen Cibdy Gärditz und Annett Eiteljörge in Schkeuditz und der Umgebung. Doch erst in Eilenburg fanden sie schließlich ihre Wunschimmobilie - das Bernhardi-Haus am Nordring 41. Der berühmte ehemalige Bewohner war Arzt, Genossenschafter und Sozialreformer und erfand das Verfahren zur Herstellung künstlichen Kalksandsteins. Seit Mai werden hier große und kleine Menschen mit Entwicklungsdefiziten oder verschiedenen Einschränkungen behandelt, die das Alltagsleben erschweren.

Kontakt: Praxis für Ergotherapie Cindy Gärditz, Nordring 41, E-Mail: gaerditz.cindy@gmail.com und Praxis für Logopädie Annett Eiteljörge, Nordring 41, E-Mail: eiteljoerge.annett@gmail.com

neue Baugebiete für Projektentwickler ausgewiesen

Podium zur Informationsveranstaltung
Podium zur Informationsveranstaltung

Heiko Leihe, Referent des Oberbürgermeisters, ergänzt: „Wir befinden uns im Wettbewerb mit ähnlichen Städten wie Delitzsch und Wurzen. Wenn das Wachstum Leipzig über den Kopf wächst, müssen wir die Voraussetzungen dafür geschaffen haben, dass die Menschen bei uns ausreichend bezahlbaren Wohnraum und Grundstücke finden“. Auf den ehemaligen Betriebsgeländen der Firmen Rösch (Hartmannstraße) und Franken Brunnen (Neue Welt) plant die Stadt zusammen mit den Eigentümern jeweils eins und drei Hektar neu für Wohnbebauungen zu entwickeln.

Am gestrigen Montag beschloss der Stadtrat außerdem ein Prestigeprojekt in Angriff zu nehmen. Bis 2019 entstehen in der Rollenstraße, fußläufig nur zwei Minuten vom Markt entfernt, die zehn Reihenhäuser als Stadtvillen. Weitere Flächen für Reihenhäuser bzw. Doppelhaushälften können an der Leipziger Höhe erworben werden. Am Jacobplatz ist der Verkauf an einen Projektentwickler geplant, der 17 Grundstücke für Eigenheime entwickeln will. In der Dübener Landstraße laufen gerade Verhandlungen über eine Fläche für 25 weitere Grundstücke und auch in der Martinstraße könnten bis 2019 rund sechs Einfamilienhäuser realisiert werden. Mieter finden dagegen künftig in der Halleschen Straße 2 neue Stadtvillen mit je vier Wohnungen. Alle Angebote verfügen über einen umfangreichen Baumbestand bzw. befinden sich in grüner, citynaher Lage. „Bezahlbare Flächen in der Innenstadt und trotzdem im Grünen – das gibt es (fast) nur noch in Eilenburg“, wirbt Heiko Leihe und ruft gleichzeitig Eilenburger Privateigentümer dazu auf, auch ihre Flächen mit Unterstützung der Stadt zu vermarkten. „Mit der Wohnstandortkampagne und neuen Gebieten können wir noch mehr vom Wachstum Leipzigs profitieren“, so der persönliche Referent des Oberbürgermeisters.