Er plant und baut seit 24 Jahren für den Standort

Achim Röder arbeitet gern mit Eilenburger Verwaltung zusammen

Ingenieur-Urgestein Achim Röder vor dem Neubau des Versorgungsverbandes Eilenburg-Wurzen

Wenn Achim Röders Enkel irgendwann einmal durch Eilenburg fahren, werden sie an fast jeder Straßenecke an ihren Großvater erinnert. Der Diplom-Ingenieur für Bauwesen plant, baut und bewertet seit 24 Jahren mit seinem Ingenieurbüro Gebäude in Eilenburg und Umgebung. Einen Großteil erledigt er im Auftrag der Stadtverwaltung. Mit den zuständigen Ämtern bearbeitet und erfüllt er die Wünsche seiner Geschäftspartnern unkompliziert und zügig. „Die Zusammenarbeit mit den Bauämtern in Eilenburg ist sehr gut – vor allem weil hier noch Fachleute arbeiten. Das ist nicht selbstverständlich“, erzählt der erfahrene Ingenieur. Bestes Beispiel ist der reibungslose Ablauf des Neubaus für dem Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen, der in Kürze bezogen wird. In dem Büro- und Verwaltungsgebäude sorgen rund 40 Mitarbeiter von Eilenburg aus für die Wasserversorgung der Region.

Für die Sanierung des Wasserturms erhielt er den Staatspreis für Sächsischen Baukultur
Für die Sanierung des Wasserturms erhielt er den Staatspreis für Sächsischen Baukultur

Vom Industrieneubau bis zur Kindertagesstätte

Für die Architektur ist im Ingenieurbüro Röder seit 1993 die Architektin Gudrun Seiffarth zuständig. Mit seinem Büro hat Achim Röder 1993 die Sanierung des Eilenburger Rathauses geplant und geleitet. Bei der Sicherung des Burgberges wurde durch das Büro die Arbeitssicherheit geplant und überwacht. Nach dem Hochwasserereignis 2002 war sein Büro bei Instandsetzung und Wiederaufbau vieler Objekte in Eilenburg beteiligt. Neubauten von Industriegebäuden auf dem ECW und PCW-Gelände in Eilenburg, verschiedene Wohnblöcke, Kindertagesstätten und vieles mehr entstanden unter seiner Leitung. Sein Lieblingsobjekt aber ist der alte Wasserturm am ECW Industrie- u. Gewerbegebiet. Für dessen Sanierung als technisches Denkmal wurde er 2004 mit dem 3. Platz des „Staatspreises für Sächsischen Baukultur“ ausgezeichnet.

Eilenburger Fachämtern schaffen die Basis

Bei einer Besichtigungstour durch die Stadt zeigt Achim Röder, dass Kleinstädter manchmal moderner sind als ihr Ruf. Ein barrierefreies Einfamilienhaus an der Uferstraße oder ein ganz neuer attraktiver Mietwohnungsbau auf dem Berg – überall entwickelt sich etwas. „Die Bautätigkeit hat zugenommen seit Eilenburg über den gut ausgebauten S-Bahn-Anschluss verfügt", erzählt er. Die Eilenburger Fachämter aus dem Bereich "Bau und Stadtentwicklung" begleiten diesen Trend. Sie schaffen Raum für Wachstum, weisen neue Grundstücke aus, bearbeiten schnell und zuverlässig Bauanträge und überwachen deren Umsetzung. Parallel dazu erneuern sie das Straßennetz, sorgen aktuell für die Erneuerung einer Bushaltestelle und bauen einen neuen Hort, damit auch die infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben sind. Doch erst das Miteinander aus Verwaltung, engagierten Ingenieuren, Architekten und Bauunternehmen macht es möglich, dass eine Kleinstadt wie Eilenburg in kurzer Zeit eine solche Menge an baulichen Veränderungen stemmen kann.

Wohnstandortkampagne verstärkt Aufwärtstrend

Gerade entstehen auf dem Berg erstmals wieder Mehrfamilienhäuser.
Gerade entstehen auf dem Berg erstmals wieder Mehrfamilienhäuser.

Ich denke mit der Wohnstandortkampagne kann dieser Trend verstärkt werden“, erzählt der Experte. Dabei kennt er auch Zeiten, in denen neue Mehrfamilienhäuser in Eilenburg ein Fremdwort waren. 1996 baute das Büro von Achim Röder das letzte Mal in der Bahnhofstraße / Kranoldstraße ein Mehrfamilienhaus.

Erst zehn Jahre später war es wieder soweit. Doch auch während der jahrelangen „Durststrecke“ als Eilenburg Einwohner verlor, gab es immer eine Kommune, die an den Standort glaubte und ihre öffentlichen Gebäude, Schulen, Kitas und Straßen sanieren ließ. Stolz blickt Achim Röder auf den neuen Sportplatz mit dem 2005 erbauten neuen Ersatzgebäude, in dem heute erfolgreich der FC Eilenburg trainiert. Auch an der Errichtung und Sanierung  der Skisprung-Schanze und des Kampfrichterturmes war das Ingenieurbüro Röder ebenfalls beteiligt.

Solche „weichen Faktoren“ tragen dazu bei, dass immer weniger Eilenburger ihre Stadt verlassen und stattdessen neue hinzukommen. Wer sich beeilt, hat jetzt die Chance auf einigen der schönsten Fleckchen zu bauen. „Auf dem Gelände der ehemaligen Bonbonfabrik entstehen in Nähe der Klinik neue Eigenheimplätz mit einem herrlichen Blick auf Eilenburg“, verrät der Ingenieur. Sein Ziel ist, den Wandel zu begleiten und dafür mitzuhelfen, dass neue Flächen durchdacht bebaut werden. Deshalb unterstützt auch er die Wohnstadtortkampagne „Lieblingsstadt Eilenburg – das Beste an Leipzig“.