Aktuelles

Rückkehrertag Eilenburg

Der 3. Nordsächsischer Rückkehrertag fand am 27. Dezember 2017 in Eilenburg statt. Viele Menschen aus Nordsachsen sind wegen fehlender qualifizierter Arbeitsplätze in andere Bundesländer abgewandert oder sie pendeln, um fern der Heimat einen interessanten und gut bezahlten Job auszuüben. Dass es auch im Landkreis Nordsachsen attraktive Jobangebote und immer mehr rückkehrwillige Fachkräfte gibt, davon konnten sich Interessierte am
27. Dezember von 10 bis 12 Uhr im Eilenburger Bürgerhaus (Franz-Mehring-Straße 23) überzeugen. Beim 3. Nordsächsischen Rückkehrertag stellten sich ca. 17 Firmen der Region vor, unterbreiteten ihre Angebote, zeigten Karriereperspektiven auf und standen als Gesprächspartner zur Verfügung. Die LIEBLINGSSTADT EILENBURG präsentierte Informationen zu Wohnraum, Kinderbetreuung und vielen weiteren Standortvorteilen. Und die Agentur für Arbeit hielt zum Beispiel auch ein Job-Angebot für den Lebenspartner des Rückkehrwilligen bereit.

Als Kampagnenpartner präsentierte auch die EBAWE Anlangentechnik GmbH die aktuellen Stellenangebote.

Weitere Stellenangebote in Eilenburg finden Sie hier.

Rückblick Rückkehrertag Eilenburg 2016

Am 27. Dezember 2016 präsentierten sich lokale Unternehmen aus Eilenburg und der Region im Rahmen des nordsächsischen Rückkehrertages. Insgesamt 17 Firmen und Einrichtungen stellten ihre aktuellen Angebote von 10.00-12.00 Uhr im kleinen Saal im Bürgerhaus Eilenburg vor. Organisiert wird der Rückkehrertag, welcher gleichzeitig in den Städten Delitzsch, Torgau und Oschatz stattfand, in Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordsachsen mit der Sparkasse Leipzig und der Volksbank Delitzsch. In Kooperation mit der Agentur für Arbeit Oschatz und dem Jobcenter Eilenburg wird über aktuelle Jobangebote informiert.

Auch die Lieblingsstadt Eilenburg unterstützte die Veranstaltung und machte neben aktuellen städtischen Stellenangeboten auch auf den liebenswerten Wohnstandort Eilenburg aufmerksam. Oberbürgermeister Ralf Scheler eröffnete den Rückkehrertag Nordsachsen in Eilenburg und begrüßte alle anwesenden Unternehmen und Interessierten. Diese Initiative zur Fachkräftegewinnung und direkten Ansprache von vor allem Rückkehrern wurde unter anderem von der EBAWE Anlagentechnik, Talk-Point, Chain Master Bühnentechnik und Stora Enso Sachsen aus Eilenburg wahrgenommen. Weiterhin informierte die Stadtverwaltung über Wohnraum- und Grundstücksangebote sowie Kinderbetreuungsformate.

Informationen über beteiligte Unternehmen und deren Jobangebote in Nordsachsen finden Sie unter www.rueckkehrertag.de in der Rubrik Stellenangebote.

Interview mit Uta Schladitz Geschäftsführerin der WFG Landkreis Nordsachsen

Uta Schladitz WFG des Landkreis Nordsachsen
Uta Schladitz WFG des Landkreis Nordsachsen

Sie folgen dem eigenen Herzen

40 Prozent der Abgewanderten planen bereits ihre Rückkehr

Drei von vier Abgewanderten wollen wieder zurück – das ist die Erfahrung von Uta Schladitz, Geschäftsführerin der WFG-Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH des Landkreises Nordsachsen. Im Interview erzählt sie, wie sie diesen Wunsch mit dem Rückkehrertag unterstützt.

Frau Schladitz, viele Abgewanderten wollen zurück, doch wie viele setzen diesen Wunsch wirklich in die Tat um?

Das lässt sich schwer sagen, denn wir kennen natürlich nicht jede Rückkehrergeschichte. 3 von 4 Abgewanderten aber möchten gern zurück in ihre Heimat, über 40% davon haben schon konkrete Pläne. Die tatsächliche Rückkehrerquote liegt derzeit bei ca. 7-10%, Tendenz steigend.

Was sind Hinderungsgründe für die Rückkehr?

Ängste und Unkenntnis über Unterstützungsangebote sind allerdings noch häufige Hindernisse, um den Wunsch in die Tat umzusetzen. Doch rückblickend wird die Rückkehr oft als einfacher betrachtet, als von den Rückkehrwilligen erwartet wurde. Auch die Arbeitsmarktsituation wird schwieriger eingeschätzt als sie tatsächlich ist.

Der Rückkehrertag setzt genau hier an, er baut Ängste ab und hilft gerade bei der Jobsuche. Welche Branchen sind mit Angeboten dieses Jahr besonders häufig vertreten?

Wir haben uns um eine große Branchenvielfalt bemüht. Das ist uns auch gelungen. So können wir sagen, dass vom Gesundheits- und Pflegewesen bis zu technisch-gewerblichen Branchen für jeden etwas dabei sein dürfte. Fakt ist, dass die Rückkehrer hochqualifizierte Fachkräfte sind, viele auch mit Hochschulabschluss. Für sie suchen und finden wir Angebote.

Was bewegt die Rückkehrer, sich in ihrer alten Heimat wieder einen Job zu suchen?

Die Gründe sind vielfältig – aber vor allem sind sie emotional im Gegensatz zu den (meist ökonomischen) Gründen für die Abwanderung. An erster Stelle steht die Nähe zu Eltern und Freunden/Bekannten. Für Betreuung der Kinder können in der alten Heimat besser die Großeltern sorgen. In der Regel gibt es hier auch ein besseres Angebot an KiTa-Plätzen, die eigene Kindheit wurde als schön erlebt. Begünstigt wird der Trend durch dem zunehmenden Fachkräftemangel bei Eilenburger Unternehmen. Er erweitert die beruflichen Möglichkeiten der Rückkehrer.

Welches Beispiel eines Rückkehrers ist Ihnen noch gut in Erinnerung geblieben?

Die Geschichte von Andrea Dähnert (37). Mit dem Besuch der Rückkehrerveranstaltung im vergangenen Jahr legte sie den Grundstein. Sie verließ für Ausbildung und Beruf ihre Heimat. „Mit der Geburt des Kindes rückte der Gedanke an eine Rückkehr immer näher. Sie nutzte dann die Veranstaltung in Torgau um potenzielle Arbeitgeber in der Region kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.  Mit einer Anstellung klappte es dann durch die neu geknüpften Kontakte im Laufe des Jahres beim Jobcenter. Dort arbeitet die studierte Betriebswirtin nun als Betriebsakquisiteurin und rät den Rückkehrwilligen zum Nordsächsischen Rückkehrertag: „Hingehen, Bewerbungsunterlagen mitnehmen und die Chance wahrnehmen Kontakte zu knüpfen.“

Vielen Dank für das Interview. Weitere Informationen unter www.rueckkehrertag.de.