Einrichtung Made in Eilenburg

Tischlerei Treiber: Altes Handwerk schafft Möbel für die Zukunft

Roman Treiber steht für Qualitätsmöbel made in Eilenburg.
Roman Treiber steht für Qualitätsmöbel made in Eilenburg.

Moderne Möbel made in Eilenburg – das ist etwas, was nicht jede Kleinstadt vorweisen kann. In unserer Lieblingsstadt aber ist das Tradition. Tischlermeister Roman Treiber arbeitet dabei nicht nur für die eigene Stadt, sondern „exportiert“ auch nach Leipzig. Der Newsroom der LVZ in Leipzig stammt aus der erfahrenen Hand der Tischlerei, ebenso wie die Vitrinen der neuen Ausstellung im Stadtmuseum Eilenburg oder das Foyer der Schwimmhalle. Vor allem aber schätzen Häuslebauer seine innovativen und funktionalen Ideen für Dachschrägen, begehbare Kleiderschränke, Kinderzimmermöbel, Küchen, Betten, Fenster und Türen.

Alles wird direkt in der Eilenburger Werkstatt hergestellt. Nichts davon gibt es im Netz oder im Geschäft.

Von der Sprungschanze an die Werkbank

Das fest zusammengeschweißte Team der Eilenburger Tischlerei meistert fast jede Anforderung.
Das fest zusammengeschweißte Team der Eilenburger Tischlerei meistert fast jede Anforderung.

Das fest zusammengeschweißte Team der Eilenburger Tischlerei meistert fast jede Anforderung – und das seit 1926. Damals gründete der Großvater von Roman Treiber die Tischlerei. Nach einer wechselhaften Flucht während des 2. Weltkrieges ließ sich die Familie erst in Oschatz und 1955 schließlich in Eilenburg nieder.

„Mein Mann war als Skispringer auf der Sportschule – wollte eigentlich im Anschluss Holztechnologie in Dresden studieren. Doch dann kam alles ganz anders“, erinnert sich Ehefrau Micaela Treiber. Um das Familienunternehmen zu retten, wurde Roman Treiber Tischler und übernahm 1988 die Firma direkt am Mühlgraben. Er investierte in neue Maschinen und setzte auf erfahrene Mitarbeiter. Fünf Gesellen und ein Lehrling arbeiten inzwischen in einer Branche die vor dem Hintergrund zunehmender Möbelmassenproduktion langsam wieder ins Bewusstsein der Menschen rückt. Der Familienbetrieb ließ sich nie entmutigen und zog in das Industrie- u. Gewerbegebiet "Kunststoffcenter am ECW Wasserturm" – eine gute Entscheidung, um in Eilenburg zu wachsen. 

Wohnstandortkampagne - Der Schritt in die richtige Richtung

Helle, saubere, aufgeräumte Räume: Moderne Tischlerei hat längst ihr verstaubtes IMage abgelegt.

Aus der Stadt wegzuziehen, kam dabei niemals für ihn infrage. Stattdessen engagiert er sich als Stadtrat und Innungsobermeister. „Eilenburg hat die perfekte Größe man kennt sich, steht aber nicht immer unter Beobachtung“, so Roman Treiber. Die Lage an der Mulde und das viele Grün machen für ihn die Stadt zusätzlich lebenswert.  Als gebürtiger Eilenburger weiß er auch, wo der Schuh drückt. Ein neuer Supermarkt, ein weiterer Hort und die Belebung der alten ECW-Industriebrache sind Themen, die Eilenburg in Zukunft  bevorstehen.

Die Wohnstandortkampagne „Lieblingsstadt Eilenburg – das Beste an Leipzig“ ist für ihn der Schritt in die richtige Richtung. „Wer jetzt schläft, ist später hinten dran. Es gibt ausreichend konkurrierende Städte und Gemeinden“, erklärt er. Deshalb bestärkt er Eilenburg jetzt bei den bevorstehenden Infrastrukturprojekten, um in Zukunft attraktiv zu bleiben.